Memoire Projects

Der 2. Juni 1967 als biografische Zäsur

Am 08.04.2017 unterhielt sich der Erziehungswissenschaftler Alex Aßmann mit dem Filmemacher Gerd Conradt und Astrid Proll über den 2. Juni 1967, der Tag, an dem in Berlin der Student Benno Ohnesorg erschossen wurde, als Zäsur in ihren Biografien. Das Gespräch – mit anschließender Publikumsdiskussion dauerte es etwa zwei Stunden – fand vor rund 60 ZuhörerInnen in Mannheim statt und wurde vollständig dokumentiert.

Dieser kurze Clip soll die Gesprächsatmosphäre und die thematische Spannweite illustrieren. Unterschiedliche Themen kamen zur Sprache: so z. B. die Frankfurter Heimkampagne und die Vorgeschichte der RAF-Gründung, die Faszination des Kommunismus, die ästhetische Dimension des Protests und die je unterschiedliche Bedeutung, die der Mord an Benno Ohnesorg in den Erinnerungen Astrid Prolls und Gerd Conradts hat – und zwar in Hinblick auf die eigene politische Radikalisierung. Über Radikalisierung als solche ging es in der anschließenden Diskussion ebenso, wie über das Design des RAF-Logos und die Affinität des deutschen Linksterrorismus zu palästinensischen Organisationen.